Weinberge

Weinberg & Lagen

Die Schwarzwaldvorbergzone wurde vor Jahrmillionen von angewehtem Löss bedeckt, der sich mit der Zeit zu tiefgründigem Lehm entwickelt hat. Vom Schwarzwald entspringende Bäche haben kleine, von Osten nach Westen verlaufende Täler in die Landschaft eingeschnitten. In dieser besonderen Hügellandschaft wurde traditionell auf den Nordhängen Obst- und Ackerbau kultiviert, während auf den Südhängen Weinbau betrieben wurde.

Der biologische Weinbau trägt aktiv dazu bei, die Vielfalt dieser einzigartigen Kulturlandschaft und deren Biodiversität zu erhalten. Durch die Lage im Einflussgebiet der „Burgundischen Pforte“, einer Senke zwischen Jura und Vogesen, strömt mediterrane Warmluft herein, die das besonders milde Klima des Markgräflerlands prägt.

Das Herzstück der Zähringer Weinberge ist die Heitersheimer Sonnhohle. Auf dieser sanft nach Süden ausgerichteten Toplage wachsen auf ca. fünf Hektar vor allem Spätburgunder und Weissburgunder. Viele Reben stammen noch aus den 1970er Jahren, als Hubert Zähringer diesen Weinberg anlegte. Wolfgang Zähringer startete hier in den 80er Jahren die Umstellung auf Bioweinbau. Um Betberg herum findet sich hauptsächlich Gutedel und Grauburgunder, während auf der Laufener Gemarkung u.a. Chardonnay und Souvignier Gris wachsen. Der Dottinger Castellberg prägt nicht nur optisch die Landschaft, sondern bietet auch hervorragende Bedingungen für wärmeliebende mediterrane Rebsorten wie Merlot und Viognier.

Heitersheimer Sonnhohle

Hubert Zähringer konnte bereits in den 60er Jahren ca. fünf Hektar von den insgesamt sieben Hektar dieser Einzellage erwerben. Die Bodenverhältnisse reichen von Löss bis tonigem Lehm. In dieser Spitzenlage wird vorwiegend Spätburgunder und Weissburgunder angebaut. Ein Großteil der Reben wurde in den 70er Jahren gepflanzt und diese alten Reben mit geringen Ernteerträgen bilden das Fundament unserer Réserve und Grande Réserve Weine. Die Sonnhohle wurde als erster Weinberg auf die biologische Bewirtschaftungsweise umgestellt. Seither konnte sich ein einzigartiges Ökosystem mit vielfältigen Insekten und seltenen Tierarten entwickeln. Mit etwas Glück begegnet man sogar einem Wiedehopf.

Dottinger Castellberg

Der Castellberg liegt um den Weinort  Ballrechten-Dottingen auf 280 m bis 380 m Höhe. Die zum Teil terrassierten Hänge sind steil nach Süden und Westen ausgerichtet. Dies führt zu einer hohen Sonneneinstrahlung und entsprechend zu einem großen Reifepotential der Trauben. Die Böden bestehen neben Löss und Lehm auch aus kalkhaltigem Ton. Die wärmeliebenden südeuropäischen Sorten Viognier und Merlot finden hier optimale Bedingungen.

Laufener Altenberg

Durch die Lage am Schwarzwaldrand profitieren die Reben am Altenberg von kühlen, nächtlichen Fallwinden. Durch diese Winde, die kalkhaltigen Lehmböden und die relativ hohen Lagen auf bis zu 360 m, entstehen feine, elegante Weine mit einer lebendigen Säurestruktur. Am Altenberg wachsen Chardonnay, Gutedel, Sauvignon Blanc und in der besonders steilen Parzelle „Vogelsang“ Souvignier Gris.

Heitersheimer Maltesergarten

Benannt nach dem Malteserschloss, zeitweise der Hauptsitz des mittelalterlichen Malteserordens, bildet diese Lage einen Großteil der Heitersheimer Gemarkung ab. Der Boden ist von fruchtbarem Lehm-Löss geprägt. Diese Lössterrassen sind hauptsächlich mit Burgundersorten und Gutedel bepflanzt. Die Weine sind in der Regel fruchtbetont und vollmundig.